Halikarnassos, Geburtsstätte von Herodot. Heute eher unter dem Namen Bodrum
bekannte Stadt im Südwesten der Türkei, Anziehungspunkt vieler Touristen, die den Ort als
türkische Antwort auf St. Tropez bezeichmen. Nicht ganz zu unrecht, denn hier spielt sich
das Leben ab: eine quirlige Hafenmeile für die Nachtschwärmer, open-air-Nachtclubs, Boutiquen und
Juweliere, nicht zuletzt unzählige Restaurants für jeden Gusto. Dazu Kultur
im allernächsten Umfeld für all jene, die sich nicht dem Sonnengott am Strand ergeben
möchten. Die Türkei - sehr bequem von Münster aus mit der Air Berlin im
Direktflug zu erreichen - ist nach wie vor im touristischen Aufzwung und
ganz sicher eine interessante Alternative zu den Kanaren und Balearen.
Auch hier gibt es neben den Unterkünften für die Masse
anspruchsvolle kleine Luxusherbergen, in die man sich vortrefflich zurückziehen kann.
Eine davon möchten wir an dieser Stelle präsentieren: das Antique Theatre Hotel in den
Hügeln über Bodrums Altstadt gelegen, mit einem atemberaubenden Blick über den
Hafen und die Festung, die auf einer Halbinsel liegt. Obwohl nur wenige Autominuten vom
Zentrum entfernt, entflieht man hier doch dem Lärm des täglichen Lebens.
Die Planungsphase dieses kleinen Juwels dauerte sieben Jahre, eröffnet wurde
dann schließlich 1993. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: schlicht-elegante Zimmer,
versehen mit kleinen Terrassen, die üppig von Blumen umrankt sind und über höchst originelle,
wohldurchdachte marmorne Badezimmer verfügen, die in einer Schrankwand untergebracht sind.
Die Besitzer des Antique Theatre Hotels, Professor Zafer und Selmin Basak, haben unverkennbar
ihre Vorliebe für französische Einrichtung, gewonnen während ihrer Studienjahre in Paris, mit
eingebracht: Antiquitäten, Blumenschmuck, die verschachtelte Anordnung der einzelnen
Zimmer und Terrassen, die in den Berg hineingebaut wurden - alles spricht für ihre Liebe
zum perfekt inszenierten savoir vivre in dem man nichts an Komfort vermisst,
das sich aber dennoch durch Leichtigkeit und Ungezwungenheit auszeichnet.
Den Tag verbringt man leger am Pool, aufmerksam durch den unauffälligen Service betreut,
hält vielleicht einen Plausch mit den Besitzern dieser Oase, die ab und an vorbeischauen
und läßt den lieben Gott einen guten Mann sein. Abends dann verwandelt sich der open-air
Bereich in ein stilvolles Candlelight Restaurant mit klassischer oder auch Jazzmusik.
Und man stellt fest: Ebenfalls französisch angehaucht ist ihre Vorliebe für
gutes Essen und so beschäftigen sie einen der besten Köche der Türkei, Arif Degirmenci,
dessen Künste selbst der New York Times einen großen Artikel wert waren. Diese Gaumenfreuden
nimmt man zum Sonnenuntergang auf der Terrasse am Pool, der von handgeformtem Marmor
umrahmt ist, zu sich, genießt die illuminierte Bucht und wartet auf den Aufgang des
Mondes über den Bergen des Hinterlandes .... Spätestens dann findet man zu
dem zurück, was mit dem schönen Wort ,,Romantik" bezeichnet wird!